Vinylboden in Augsburg bei Baltex
Sehen Sie sich hier unser Sortiment an Klick- und Klebe-Vinyl an.
Was ist Vinylboden?
-
Vorteile:
+ Realistische Holz-, Stein- und Fliesenoptiken
+ Vielfältige Optiken
+ Wasserbeständig
+ Klick-Varianten leicht in der Verlegung
Vinylböden, auch als Designböden oder LVT bekannt, zeichnen sich durch realistische Fliesen-, Stein oder Holzoptiken und eine niedrige Aufbauhöhe aus. Dadurch ist es möglich, die oft teureren Alternativen zu umgehen, um die gewünschte Optik herbeizuführen und die gewünschte Ausstrahlung im Raum zu erzielen.
Die niedrige Höhe von Vinylböden kann das Renovierungsvorhaben dabei vereinfachen, weil Türen wahrscheinlicher nicht abgeschleift und an die Höhe des Bodens angepasst werden müssen.
Besonders beliebt sind Vinylböden unter anderem durch ihre angenehm warm empfundene und robuste Oberfläche geworden. Im Vergleich zu Laminat ist Vinyl bei herabfallenden Gegenständen nämlich nicht so anfällig für Sprünge bzw. Schäden an der Oberfläche und durch die Wasserfestigkeit werden auch Feuchteschäden vermieden.
Erhältlich sind Vinylbeläge als Klick-Vinyl oder Klebe-Vinyl. Während Klick-Vinyl ähnlich zu Laminat namensgebend per Klick-System verbunden wird und als für Einsteiger einfach zu verlegen gilt, stellt Klebe-Vinyl eine üblicherweise noch robustere Lösung dar, die allerdings auch schwieriger zu verlegen ist.
Wir von Baltex Bodenbeläge empfehlen die Verlegung von Klebe-Vinyl üblicherweise nur, wenn diese von Profis durchgeführt wird. Klick-Vinyl können wir jedoch auch Heimwerkern empfehlen, die ihre ersten Erfahrungen mit der Verlegung von Böden machen.
Verkauf und Ausstellung von Vinylböden in Augsburg
Gerne beraten wir Sie ausführlich zu unseren Vinylböden, um die für Sie passende Lösung zu finden. Auch geben wir Muster aus, damit Sie sich auch zuhause einen Eindruck über das Vinyl machen können. Besuchen Sie uns jetzt in Augsburg oder klicken Sie auf den Button, um in unserem Click & Collect Onlineshop zu stöbern.
Vinylboden - Eine umfassende Erklärung
Inhaltsverzeichnis
1. Woran erkennt man Vinylboden
- Dünne Fugen
Bedingt durch die dünne Klickverbindung von Klick-Vinyl und die Verlegeart von Klebe-Vinyl haben die einzelnen Dielen nur dünne Fugen.
- Sich wiederholende Muster
Die Musterung entsteht im Gegensatz zu Parkett nicht aus dem Material selbst, sondern ist entworfen und bedruckt worden. Dementsprechend wird sich das Muster bei mehreren Dielen im Raum wiederholen.
- Eher warme Oberfläche
Besonders wenn es möglich ist, den Vergleich zu einem Laminat (typisch kühle Oberfläche) herbeizuführen, kann man spüren, ob sich die Oberfläche eher warm anfühlt.
- Akustik des Bodens
Vinyl ist ein eher ruhigerer Boden. Beim Begehen sollte also nicht viel Lärm entstehen.
- Gesamthöhe
Vinylboden sticht durch eine niedrige Gesamtdicke hervor; unsere Vinylböden liegen oft im Bereich von 2,50 mm bis 5,50 mm.
2. Für welche Räume Vinyl geeignet ist
Manche unserer Kunden kamen allerdings mit Bedenken abseits der Robustheit auf uns zu. Thema war dann die Wohngesundheit, also ob die Raumluftemissionen, sprich mögliche Ausdünstungen des Kunststoffs, in einem Schlafzimmer gefährlich werden oder Kinder bedenkenlos auf dem Boden spielen können und ob Vinyl deswegen in Schlaf- oder Kinderzimmern verlegt werden darf.
Die gute Nachricht: Moderne Vinylbodenbeläge, die in Deutschland vertrieben werden, müssen gesetzliche Normen bezüglich ihrer Raumluftemissionen einhalten. Gesundheitsschädigende Vinylböden sind dadurch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich.
3. Vinylarten im Überblick
Neben der Unterscheidung in Klick- und Klebevinyl gibt es auch Unterschiede, was das Material angeht. So werden Vinylböden, wie bereits erwähnt, beispielsweise vollständig aus Kunststoff hergestellt (Vollvinyl) oder aus einer Mischung aus Kunststoff und Steinmehl (SPC). Um hier Klarheit zu schaffen, haben wir Ihnen den folgenden Überblick zusammengestellt:
- Vollvinyl
Vinylböden aus Vollvinyl bestehen namensgebend vollständig aus Kunststoff. Sie sind wasserunempfindlich und robust, dehnen sich bei Temperaturschwankungen aber ggf. stark aus. Daher hat sich der Markt für Klick-Vinyl stark in Richtung SPC-Vinyl verschoben, welches unempfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen ist. Vollvinyl kommt in Form von Klebe-Vinyl aber dennoch zum Einsatz, da der Klebstoff ein Ausdehnen des Materials verhindert.
- SPC
SPC-Vinyl (Stone-Polymer-Composite) ist ein Vinylboden, der sich aus einer Mischung aus Kunststoff und Steinmehl zusammensetzt. Er ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und reagiert nicht sehr stark auf Temperaturschwankungen und dehnt sich allgemein nicht so stark aus. Unser Sortiment an Klick-Vinyl besteht fast ausschließlich aus SPC, das übrigens auch oft integrierte Dämmunterlagen auf der Rückseite hat. - MPC
Vinyl aus MPC (Mineral-Polymer-Core) ist ähnlich wie SPC-Vinylboden aus einer Mischung aus Mineralien und Kunststoff hergestellt. Sie bieten ergänzend zu den Vorteilen von SPC eine noch höhere Formstabilität und können damit auch direkt auf Fliesen verlegt werden, insofern diese gerade sind. Unsere MPC-Vinyle erhalten auch eine explizite Freigabe für die Verlegung unter einer Küche. Diese ist bei schwimmend verlegten Bodenbelägen oft nicht vom Hersteller erteilt.
- Rigid
Gelegentlich werden Vinylböden auch als Rigid-Vinyl betitelt. Rigid heißt auf Deutsch übersetzt so viel wie "starr" und meint damit Vinylböden, die wie oben erwähnt auch Material neben dem Kunststoff beigemischt haben und sich dadurch nicht so stark ausdehnen. Rigid-Vinyl ist also ein Oberbegriff für SPC oder MPC.
- Design
Manche unserer Kunden fragen auch nach Designböden, wenn sie einen Vinylboden suchen. Tatsächlich handelt es sich bei Designböden aber um verschiedenste Bodenbeläge, welche die Vorteile eines Vinyls anstreben, ohne dabei aus Kunststoff zu bestehen. Der Begriff ist jedoch nicht geschützt und damit nicht so eng definiert, sodass manche Händler ihre Vinylböden auch als Designböden ausschildern. Ein Blick in die technischen Daten kann einem die Materialzusammensetzung zeigen, wenn man hier unsicher ist.
- LVT
Dieser Begriff steht für "Luxury-Vinyl-Tiles". Diese Böden werben mit einer äußerst realistischen Optik und sind oft als Klebe-Vinyl erhältlich. Da auch die anderen Arten mitunter sehr realistische Holz- und Fliesenimitate haben können, muss beim Kauf aber nicht speziell auf den Begriff "LVT" geachtet werden, wenn eine realistische Optik gesucht wird.
- Dryback
Hierbei handelt es sich um den Fachbegriff für Klebe-Vinyl Bodenbeläge.
- Vinyl mit HDF-Träger
Diese Vinylböden kann man sich wie eine Mischung aus Laminat und Vinylboden vorstellen. Nur die Oberseite besteht aus Kunststoff, in der Mitte findet sich wie auch bei einem Laminat eine Trägerplatte aus gepresstem Holz. Sie werden teilweise auch als Vinyl-Laminat betitelt und sind heutzutage nicht mehr so stark auf dem Markt vertreten wie andere Arten.
4. Vor- und Nachteile von Vinyl
4.1
Vorteile von Vinylboden- Wasserbeständigkeit
Ob Vinyl „nur“ der Einwirkung von Wasser auf der Oberfläche standhält oder sogar absolut wasserdicht ist, hängt von der jeweiligen Vinyl- und Verlegeart ab. Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass es sich bei Vinylböden um wasserbeständige Böden handelt. Sie quellen bei Kontakt mit Wasser nicht auf und nehmen keinen Schaden durch Feuchtigkeit.
- Pflegeleichtigkeit
Vinylböden werden einfach durch regelmäßiges Staubsaugen gereinigt. Durch die wasserfeste Oberfläche kann zudem problemlos feucht gewischt werden, um Unreinheiten zu entfernen. Eine weitere Behandlung der Oberfläche, wie es etwa bei Parkett üblich ist, ist nicht nötig. Optional kann man auf spezielle Vinylreiniger zurückgreifen, wie etwa unseren Dr. Schutz PU-Reiniger; dies ist aber nicht zwingend erforderlich.
- Geräuscharme Oberfläche
Vinyl ist eher geräuscharm beim Begehen. Es entstehen also nicht so viele Geräusche, wenn man auf dem Boden läuft. Das sorgt für eine angenehmere Akustik im Raum und eine niedrigere Schallübertragung an angrenzende Räume.
- Niedrige Gesamtdicke
Vinylböden haben im Verhältnis zu anderen Bodenbelagsarten wie Laminat oder Parkett eine niedrige Gesamtdicke. Dadurch müssen Türen bei einer Renovierung seltener gekürzt werden.
- Robustheit
Wie strapazierfähig ein Vinyl ist, hängt natürlich individuell vom jeweiligen Produkt ab, sodass im Zweifelsfall immer die technischen Daten oder eine Fachberatung herangezogen werden sollten. Allgemein gilt Vinyl allerdings als robuster Bodenbelag; so findet sich in unserem Sortiment kein Vinylboden unterhalb der Nutzungsklasse 23/31. Einen Überblick zu den Nutzungsklassen finden Sie weiter unten oder hier bei unserem Hersteller Tarkett.
- Fußbodenheizungseignung
Die individuelle Eignung ist immer vorab zu prüfen, doch sind Vinylböden üblicherweise sehr gut für Fußbodenheizungen geeignet. Ihre Wärmeleitfähigkeit sorgt dafür, dass der ohnehin als warm empfundene Belag schnell aufheizt. Besonders gilt das für Klebe-Vinyl, da der Boden einen direkten Kontakt zum Unterboden hat. Die meisten Hersteller geben jedoch nur eine Freigabe für Warmwasser-Fußbodenheizungen. Bei elektrischen Fußbodenheizungen sollte mit dem Produzenten der Fußbodenheizung Rücksprache gehalten werden, da sich diese schneller aufwärmen als Warmwasser-Fußbodenheizungen.
- Optische Vielfalt
Auch wenn sie die Vielfalt von PVC-Bodenbelägen nicht ganz erreichen, finden wir besonders bei Vinyl eine große Auswahl an Mustern und Farben. Holz-, Stein- und Fliesenoptiken, aber auch bunte Retro-Fliesen haben es schon in unsere Ausstellung in Augsburg geschafft. Hier ist für jeden etwas dabei.
- Leichte Verlegung (bei Klick-Vinyl)
Wer mit der Bodenverlegung nicht unbedingt vertraut ist, braucht sich vor (Klick-)Vinyl nicht zu fürchten. Weiter unten finden Sie die Verlegeanleitung, doch in Kurzform: Die einzelnen Dielen werden einfach zusammengeklickt und es ist kein spezielles Werkzeug für die Verlegung nötig. Viele Klick-Vinyle bringen auch ihr eigenes Dämmmaterial auf der Unterseite mit, wodurch sich die Handhabung bei der Verlegung erleichtert.
4.2 Nachteile von Vinylboden
- Hohe Anforderung an den Unterboden
Egal ob Klebe- oder Klick-Vinyl, der Untergrund muss absolut eben und fest sein. Die niedrige Höhe des Vinyls sorgt dafür, dass bei Klick-Vinyl die Klickverbindung schnell brechen kann, wenn der darunterliegende Boden nicht gerade ist. Klebevinyl benötigt einen geraden Unterboden, damit die Verklebung besser hält und sich die Höhenunterschiede bei der niedrigen Materialdicke nicht auf dem Boden selbst abzeichnen.
- Schwierige Entfernung (bei Klebe-Vinyl)
Wurde bei der Verlegung Klebe-Vinyl verwendet, kann sich die Entfernung von diesem als schwierig erweisen. Durch die Verbindung des Bodens mit dem Unterboden kann das Vinyl nicht einfach rausgehebelt werden. Stattdessen muss der Boden mitsamt Klebstoff vom Unterboden gelöst und anschließend müssen die Klebereste entfernt werden.
- Empfindlich bei hohen Temperaturen
Vor allem Klick-Vinyl aus Vollvinyl ist anfällig dafür, sich bei hohen Temperaturen auszudehnen und im schlimmsten Fall zu verformen. Wer die Verlegung in einem Wintergarten oder bei bodentiefen Fenstern plant, sollte den betreffenden Bereich entweder vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen oder auf Vinylböden aus SPC oder MPC setzen. Bei diesen Vinylböden werden neben Kunststoff auch Steinmehl oder Mineralien eingearbeitet, sodass sich der Boden nicht so stark verformt.
- Preiswert, aber nicht unbedingt günstig
Orientieren wir uns an unserem eigenen Sortiment, gibt es, was die reinen Anschaffungskosten angeht, durchaus günstigere Alternativen zum Vinylboden. Auch wenn Vinyl preislich nicht das Niveau mancher Parkettböden erreicht, sind nur wenige Vinylböden bei uns im gleichen Preisbereich wie ein Laminat- oder PVC-Belag.
- Nachhaltigkeit
Vinylböden setzen namensgebend auf Kunststoff und damit Erdöl, um hergestellt zu werden und viele ihrer Vorteile zu erhalten. Entsprechend können Vinylböden niemals die Umweltfreundlichkeit anderer Bodenbelagsarten wie etwa Korkboden erreichen. Natürlich sind die Hersteller hier nicht ganz untätig und ergreifen durchaus Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu senken, etwa durch den Einsatz von recyceltem Material. Auch finden sich bei uns in der Ausstellung einige Vinylbeläge, die das QNG-Ready-Gütesiegel erhalten haben. Einem Zertifikat, bei dem Baustoffe und Produkte nach strengen Schadstoff- und Nachhaltigkeitskriterien geprüft werden. Wem hier der Nachhaltigkeitsaspekt wichtig ist, sollte sich mit dem Boden selbst und auch mit dem Hersteller befassen, um zu prüfen, ob die Herstellung mit den eigenen Werten übereinstimmt. Die Hersteller und wir als Händler sind zudem Ansprechpartner, um Fragen zu klären, wenn die öffentlichen Informationen zu spärlich sind.
5. Die Verlegung von Vinyl
Bei Klebe-Vinyl fällt die Verlegung komplexer aus. Die Dielen werden nicht miteinander verbunden sondern direkt am Untergrund. Dieser muss gegebenenfalls für den Klebstoff vorbereitet und spezielle Ablüftzeiten eingehalten werden, damit die Verbindung mit dem Klebstoff dauerhaft hält. Auch hier haben wir Ihnen beispielhaft eine Verlegeanleitung unseres Herstellers Tarkett beigefügt: Klebevinyl verlegen – So gelingt Ihr neuer Boden Schritt für Schritt auf Tarkett.de.
6. Woran man guten Vinylboden erkennt
Beratung bei Baltex Bodenbeläge in Augsburg
Sie sind sich unsicher bezüglich des richtigen Vinylbodens für Sie? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf oder besuchen Sie uns direkt in unserer Ausstellung in Augsburg.
Wir beraten Sie ausführlich, geben Ihnen gerne Prospekte und Musterstücke mit und wenn Ihnen ein Boden gefällt, dürfen Sie ihn gleich mitnehmen.
Auch übernehmen wir gerne die Verlegung für Sie, unsere qualifizierten Bodenleger übernehmen die nötige Vorbereitung und die Verlegung sowie die Abschlussarbeiten.
Die relevantesten bzw. einfachsten Daten wären:
- Nutzschicht
Sie ist neben der Nutzungsklasse der einfachste Weg, die Belastbarkeit in Erfahrung zu bringen. Die Nutzschicht stellt den obersten Teil des Bodens dar beziehungsweise den Teil, der täglich genutzt wird und verschleißt. Je dicker die Nutzschicht, desto robuster ist die Oberfläche. In einem privaten Bereich kann eine Nutzschicht von 0,30 mm ausreichend sein. Liegt die Nutzschicht bei 0,40 mm, ist der Einsatz auch in gewerblich genutzten Bereichen möglich, also nicht nur daheim, sondern beispielsweise auch in Büros. Liegt die Nutzschicht bei 0,5 mm oder höher, ist sie besonders dick und widerstandsfähig und kann sogar in einigen industriellen Bereichen eingesetzt werden. Prinzipiell gilt: Eine dickere Nutzschicht als nötig ist unproblematisch und kann eine längere Verwendbarkeit des Bodens herbeiführen, geht aber in der Regel mit höheren Anschaffungskosten einher. Andersherum sollte aber kein Vinyl mit niedrigerer Nutzschicht als nötig angeschafft werden, da dieser den Belastungen nicht lange standhalten wird.
- NutzungsklasseDie Nutzungsklasse kann gemeinsam mit der Nutzschicht oder anstelle dieser geprüft werden, um die Belastbarkeit des Bodens in Erfahrung zu bringen. Da es sich bei der Nutzungsklasse um eine verpflichtende Angabe für viele Bodenbelagsarten handelt, ist sie auch super geeignet, um unterschiedliche Bodenbelagsarten miteinander zu vergleichen, etwa einen Laminat mit einem Vinyl.
Die Nutzungsklassen beginnen bei 21 und hören bei 43 auf und stehen dafür, in welchen Bereichen ein Boden verlegt werden kann. Je höher diese ist, desto belastbarer ist der Boden. Auch hier kann eine höhere Klasse als nötig beschafft werden, jedoch ist von einer niedrigeren Klasse als nötig abzusehen.
Die erste Zahl gibt Auskunft über den Bereich, die Zahl "2" steht für private Bereiche, die Zahl "3" für gewerbliche Bereiche und die "4" für leichtindustrielle Bereiche. Die zweite Zahl für die Intensität der Nutzung. "1" für eine leichte Nutzung, "2" für eine mittlere Nutzung und "3" sowie "4" für eine intensive Nutzung. Also ob der Boden z. B. in einem privaten Schlafzimmer, im viel genutzten Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses oder etwa in einem Hotel liegen kann.
Es gibt die folgenden Klassen:
Nutzungsklasse 21: Leicht genutzter Privatbereich wie etwa Schlafzimmer
Nutzungsklasse 22: Normal genutzter Privatbereich wie etwa ein Hobbyraum
Nutzungsklasse 23: Intensiv genutzter Privatbereich wie etwa ein Flur
Nutzungsklasse 31: Leicht genutzter gewerblicher Bereich wie etwa Aufenthaltsräume
Nutzungsklasse 32: Normal genutzter gewerblicher Bereich wie etwa Büros
Nutzungsklasse 33: Stark genutzter gewerblicher Bereich wie etwa Hotels
Nutzungsklasse 34: Sehr stark genutzter gewerblicher Bereich wie etwa Flughäfen
Nutzungsklasse 41: Leicht genutzter leichtindustrieller Bereich wie etwa Feinmechanik-Werkstätten
Nutzungsklasse 42: Normal genutzter leichtindustrieller Bereich wie etwa Lagerräume
Nutzungsklasse 43: Stark genutzter leichtindustrieller Bereich wie etwa Produktionshallen
- Gütesiegel/Zertifikate
Unabhängige Gütesiegel oder offizielle Zertifikate können Aufschluss über die Wohngesundheit des Bodens und seine Auswirkungen auf die Umwelt geben. Kennt man sich hier nicht aus, ist es ratsam, zunächst Recherche zu betreiben, um mehr über die jeweiligen Auszeichnungen in Erfahrung zu bringen.
Möchte man sich noch intensiver mit dem Belag befassen, kann man noch folgende Daten heranziehen:
- Klicksystem (bei Klick-Vinyl)
Es gibt unterschiedliche Klicksysteme. Je nachdem, welches beim Vinyl zum Einsatz kommt, kann sich die Verlegung unterscheiden und leichter oder umständlicher ausfallen. Da es viele verschiedene Klicksystem gibt, wie etwa das "Dropdown" oder "5G-Klicksystem", kann man sich hier informieren, wenn mehrere Böden in die engere Auswahl gekommen sind.
- Gesamtdicke
Im Gegensatz zu anderen Bodenbelagsarten wie dem Parkett ist die Gesamtdicke eines Vinyls nicht ausschlaggebend für die Belastbarkeit des Bodens. Sie sollte dennoch im Blick behalten werden, um zu prüfen, ob Türen angepasst werden müssen oder der vorherige Bodenbelag bestehen bleiben kann. Auch ist die Dicke relevant, wenn es einen Übergang zwischen zwei Räumen mit unterschiedlich hohen Böden geben soll, um zu prüfen, ob der Höhenunterschied nicht zu stark ausfällt.
- Lichtechtheit
Bodenbeläge können bei Sonneneinstrahlung farblich verblassen. Die Lichtechtheit wird durch die Wollskala angegeben, die von 1 bis 8 reicht. Es gilt: Je höher, desto besser. Oft liegt der Wert bei „6“ und zeigt, dass der Boden direkter Sonneneinstrahlung gut standhalten kann.
- Stuhlrolleneignung
Hier steckt die Erklärung bereits im Namen. Es wird angegeben, ob der Boden für Stuhlrollen geeignet ist und unter welchen Bedingungen diese Eignung gilt, also ob beispielsweise nur eine Eignung für Gummirollen ausgesprochen wird, um den Boden nicht zu verkratzen.
- Brandverhalten
Bei diesem Wert wird angegeben, wie sich der Boden im Falle eines Brands verhält. Üblicherweise sind die Angaben Bfl-s1 oder Cfl-s1 anzutreffen. Diese beschreiben, dass der Bodenbelag schwerentflammbar ist und nur eine geringe Rauchentwicklung aufweist.
- Rutschhemmung
Auch hier ist die Bedeutung namensgebend und zeigt, wie rutschig die Oberfläche ist. Angegeben wird normalerweise ein Wert der DIN 51130 oder der EN 14041. Die Skala der DIN 51130 reicht von R9 bis R13 und es gilt erneut: Je höher, desto besser beziehungsweise rutschhemmender. Zu beachten ist aber, dass Werte ab R11 die tägliche Reinigung erschweren können, da die Oberfläche besonders rau ist und Staubsauger sowie Bodenwischer eher schwer über den Boden zu bewegen sind. Bei der Norm EN 14041 wird in der Regel der Wert „DS“ angegeben, dies steht für eine rutschhemmende Oberfläche. Zur besseren Bewertung dieser Werte ist ein Besuch im Geschäft oder die Beschaffung einer Probe des Bodens ratsam, um die Oberfläche zu berühren und in dieser Hinsicht besser bewerten zu können. Ist der Wert beim aktuellen Bodenbelag bekannt, kann aber auch dieser für einen Vergleich herangezogen werden.
- Formaldehydklasse
Hier geht es um die Wohngesundheit. Formaldehyd ist ein in der Produktion häufig genutzter Stoff, der als gesundheitsgefährdend gilt. Er tritt als Gas aus und gelangt in die Raumluft. Achten Sie auf die Klasse „E1“ nach EN 717-1, da nur diese Klasse in Deutschland zugelassen ist.
- Synchronprägung
Es handelt es sich hierbei um eine Produktionsweise, die den Boden besonders realistisch aussehen lässt, wenn zum Beispiel eine Holzoptik imitiert wird. Hier wird die Oberfläche nämlich an die Optik angepasst, sodass jeder Ast und Riss nicht nur sichtbar sondern auch spürbar ist.
- Fußbodenheizung
Stellt dar, ob der Boden für eine Fußbodenheizung geeignet ist und unter welchen Bedingungen. Oft wird angegeben, dass der Boden für eine warmwasserbetriebene Fußbodenheizung geeignet ist, wenn diese eine Temperatur von 27 °C nicht überschreitet.
- Wärmedurchlasswiderstand
Auch diese Angabe bezieht sich auf die Fußbodenheizung. Der Wert wird in m²K/W angegeben und setzt sich zusammen aus der Dicke des Bodens und dessen Wärmeleitfähigkeit. Er beschreibt, wie schnell sich ein Boden bei einer Fußbodenheizung erwärmt. Hier heißt es: Je niedriger der Wert, desto besser. Zu beachten ist, dass ein Wert von 0,15 m²K/W bei einer Fußbodenheizung nicht überschritten werden darf.
- Phthalatgehalt
Bei diesem Wert wird beschrieben, ob der Boden sog. Phthalate enthält. Das sind Weichmacher, die als gesundheitsschädigend gelten. An sich gilt, dass ein Vinyl immer mit Weichmachern produziert werden muss, da das eingesetzte Polyvinylchlorid ansonsten zu spröde ist, um einen Boden daraus herzustellen. Doch ist das Weglassen von Phthalaten in der Herstellung ein gutes Zeichen für die Wohngesundheit des Bodens. Allerdings ist das ein Wert, der leider nicht von jedem Hersteller im Datenblatt angegeben wird, sondern manchmal separat angefragt werden muss. Hervorzuheben ist hier unser Produzent Tarkett, welcher den Phthalatgehalt erfahrungsgemäß immer ausschildert.
- VOC Emissionswert
Dies beschreibt die Innenraumluftqualität und damit die Wohngesundheit. Es wird der vom Fußboden emittierte Wert sogenannter VOCs (flüchtige organische Verbingungen) angegeben. Er wird anhand der EN 16516 bestimmt und sollte so niedrig wie möglich sein.
7. Die Entsorgung von Vinylboden
8. Zusammenfassung:
Vinylboden ist ein Oberbegriff, der meistens Klick-Vinyl oder Klebe-Vinyl meint. Diese Beläge bestehen überwiegend aus Kunststoff, sind mehrschichtig und imitieren oft Holz-, Stein- oder Fliesenoptiken. Sie liegen aufgrund vieler positiver Eigenschaften sehr im Trend. Zur Erkennung kann man auf die Verpackung (mit Begriffen wie „Vinyl“ oder „SPC“) achten oder sich an Merkmalen orientieren wie etwa: dünne Fugen, sich wiederholende Muster, eine eher warme Oberfläche und eine geräuscharme Akustik. Zudem weisen Vinylböden oft eine niedrige Gesamtdicke auf.
Kommen Sie direkt bei uns in der Stätzlingerstraße 66, 86165 Augsburg vorbei! Oder nehmen Sie telefonisch unter: +49 (0) 821 / 7471955 mit uns Kontakt auf oder senden Sie uns eine E-Mail an: [email protected]


